„Und bist Du nicht willig, so kauf´ ich Dich ein“ – Facebook-Fans

Wer am Wochenende Facebook-Fans-shoppen möchte, braucht nicht lange zu suchen. Facebook-Freunde lassen sich in kleinen oder großen Mengen schnell und günstig im Webshop besorgen. So war das schon zu Myspace-Zeiten und so wird das wohl auch immer weiter gehen. 

Was sich hingegen in den letzten Jahren nicht geändert hat, ist der fehlende Mehrwert eines solchen Einkaufs. Schließlich ist bei diesem Vorgehen weder echtes Engagement, Interesse, noch Interaktion von den gekauften Fans zu erwarten. Einen tollen Beitrag zu dieser Thematik gibt es auf allfacebook.de. Und dennoch geschieht es. Ich tippe auf Rechtfertigung des Marketings/der Agentur vor Chef/Auftraggeber oder virtuelles Prestige -> „Ich bin beliebt!“

Ich habe mir gerade mal ein wenig Zeit genommen und mir unterschiedliche Fanpages angeschaut, die in den letzten Wochen enorm an „Fans“ hinzugewonnen haben. Ein gutes Tool um Zuwächse von Fanpages zu vergleichen ist beispielsweise „allfacebookstats.com“. Weitere interessante Informationen zur jeweiligen Fanpage erhält jeder Nutzer seit März mit der Timeline-Umstellung ganz einfach:

Ein Klick auf die Anzahl der Fans führt zur öffentlichen Seitenstatistik. Hier werden u.a. ein paar demografische Daten angezeigt. Zum Beispiel ist zu sehen, in welcher Stadt die Fanpage am beliebtesten ist, in welcher Altersgruppe, etc.. Oder, laut Facebook: „Die Stadt, aus der die meisten Personen, die über deine Seite sprechen, stammen“.

Bei einigen Fanpages aus Deutschland kann man hier ziemlich fix erkennen, dass die Seite wundersamerweise in vergleichsweise abwegigen Städten am „beliebtesten“ ist (vor allem in Indien…). Entweder hat die Seite hier einen extremen Zuspruch, was bei deutschsprachiger Redaktion komisch wäre, oder die Fans sind nach meiner Einschätzung eingekauft. Knapp 50 Seiten habe ich mir angeschaut. In den meisten Fällen ist zu sehen, dass Fanpages über eine nachvollziehbare Lokal-Prominenz verfügen. Beliebt in Indien und Co. waren nicht nur Unternehmen, sondern auch Berater und Agenture aus den Medien-Bereichen (Websites, Social Media etc.), die es eigentlich besser wissen sollten.

Wie sind eure Gedanken dazu?

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