“Bands im Social Web”: “Crowdfunding” mit Oskar Schuster

Fünf Fragen an Oskar Schuster

Nach dem Interview mit Malte Graubner von der Crowdfunding-Plattform „SellaBand“ zum Thema „Crowdfunding“ hat mich die Künstler-Perspektive interessiert. Oskar Schuster ist Komponist und wohnt in Berlin. In seine Arrangements lässt er vertraute Klänge wie die einer Fotokamera, eines Radios oder einer Schreibmaschine einfließen und schafft so einzigartige musikalische Kurzgeschichten. Bei seinem ersten Album „Dear Utopia“ hat er von der Aufnahme bis zur Covergestaltung komplett alles in Eigenregie umgesetzt. Beim nächsten soll es anders sein: Auf SellaBand beschreibt Oskar Schuster sein Vorhaben mit folgenden Worten „Ich will mit einem Streichquartett und einem Produzenten zusammen arbeiten und es in einem richtigen Studio mischen und mastern. Ausserdem möchte ich das Artwork zusammen mit einem Künstler gestalten und ein Super-8 Musikvideo aufnehmen. Das alles wird Geld kosten, daher dieses Crowdfunding.“ Die Finanzierungssumme seines Projektes auf SellaBand beträgt 7.000,00 EUR. Fast die Hälfte der Summe ist bereits im Kasten.

5 Fragen habe ich Oskar zu seinem Crowdfunding-Projekt gestellt:

1) Hast Du lange überlegt, bis Du Dich entschlossen hast, ein Crowdfunding-Projekt zu starten? Nein, denn man hat dabei ja nichts zu verlieren. Ich wollte es einfach mal ausprobieren und habe mich ohne viel zu überlegen bei SellaBand angemeldet. Eine Freundin hat mich auf die Möglichkeiten des Crowdfunding hingewiesen, daraufhin habe ich etwas recherchiert und gemerkt, dass das ein sehr guter Weg sein könnte, um mein nächstes Album zu finanzieren. Denn für das neue Album wollte ich einige Dinge verbessern bzw. professionalisieren.

1) Wie umfangreich war der zeitliche Aufwand für Dich bis zum Start des Projektes? Welcher Schritt hat im Vorfeld am längsten gedauert? Ca. drei Wochen, in denen ich die Projektseite gestaltet und das Funding-Video produziert habe. Die Produktion des Videos hat dabei am längsten gedauert, aber der Aufwand hat sich mit Sicherheit gelohnt.

2) Wie bewirbst Du Dein Projekt? Ich bewerbe mein Projekt fast ausschließlich über Social Media, vor allem Facebook und YouTube. Ich versuche es aber auch über Musik-Blogs. Außerdem versuche ich in jedem Interview darauf hinzuweisen.

3) Welche Incentives laufen bei Dir am besten? Erwartungsgemäß die, für die man am wenigsten zahlen muss – digitaler Download des Albums (10€), handsignierte CD Version des Albums (20€), Name im Album Booklet (40€).

4) Würdest Du das ganze wiederholen? Ein weiteres Projekt starten? Auf jeden Fall. Es könnte generell eine Art Alternativstrategie sein, wenn man sich an kein Label binden möchte. Nun werde ich aber erstmal das Ende meines ersten Projekts abwarten.

5) Hast Du konkrete Tipps für Bands? Was sollte Deiner Meinung nach beim CF unbedingt beachtet werden? Wichtig ist mit Sicherheit ein gut gemachtes Funding-Video (am besten mit darauf folgenden Update-Videos) und aktive Werbung in sozialen Netzwerken, aber vor allem Musik, die Interesse an dem Projekt weckt. Man sollte also schon über gute Aufnahmen, idealerweise Demoaufnahmen für das betreffende Fundingprojekt, verfügen. Überhaupt sollte man schon eine gewisse Präsenz im Internet aufgebaut haben, sonst ist es wohl sehr schwer, Unterstützer zu finden.

Vielen Dank an Oskar Schuster!

Wer Oskar bei diesem Projekt unterstützen möchte – sehr gerne:
https://www.sellaband.de/de/projects/oskar-schuster/incentives

 

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